JOKKIS-RENNEN

JOKKIS-Rennen sind die finnische Variante von Tourenwagen-Rennen für Jedermann und haben eine lange Tradition. Bereits in den 70er Jahren fanden die ersten Rennen statt und im Jahr 1977 wurden sie vom finnischen Automobilsportverband AKK als offizielle Rennserie aufgenommen. 

Pro Jahr finden in Finnland ca. 150 Rennveranstaltungen mit bis zu 900 Teilnehmern statt. Alleine der offizielle Rennkalender 2019 umfasst in Finnland 85 Veranstaltungen. Darin nicht eingerechnet sind interne Veranstaltungen der verschiedenen Rennsportvereine, von denen jeden Sommer ebenfalls zwischen 70 und 80 stattfinden.

Die Rennen werden auf bis zu 1.400 Meter langen Rallycross Strecken – im Sommer auf Asphalt und Schotter und im Winter auf Eis und Schnee – ausgetragen.

An Fahrzeugen wird so ziemlich alles eingesetzt, was jemals auf den Straßen Europas gefahren ist.
So sind bei einem JOKKIS-Rennen vom kleinen Fiat 600 über den Golf bis zum Volvo 245 die verschiedensten Fahrzeugtypen und Antriebskonzepte vertreten.

Die wichtigste Besonderheit der JOKKIS-Rennserie ist die Verkaufsverpflichtung für alle teilnehmenden Fahrzeuge, die für mehr Chancengleichheit zwischen den Teilnehmern sorgt. 

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JOKKIS FAKTEN

ERSTE RENNEN / OFFIZELLE RENNSERIE
1970er Jahre / Seit 1977 Rennserie des AKK

STRECKENTYP / ANZAHL STRECKEN
Rallycross / ca. 70 in Finnland

STRECKENBELAG SOMMER / WINTER
Schotter & Asphalt / Eis & Schnee

RENNVERANSTALTUNGEN / TEILNEHMER
ca. 85 offizielle / 100 – 900 Teilnehmer

BESONDERHEIT
Verkaufsverpflichtung für die Fahrzeuge

MEHR INFORMATIONEN ZU JOKKIS

JOKKIS-Fahrzeuge sehen oft abenteuerlich aus, sind aber vollwertige Rennwagen. Alle verfügen über eine FIA-Fahrzeugkarte des finnischen Motorsportverbandes AKK, und ihr technischer Zustand wird vor jeder Rennveranstaltung geprüft.

Die Fahrzeuge sind leergeräumt und müssen mit den notwendigen Sicherheitseinrichtungen wie Überrollkäfigen, Rennsitzen und Gurten, NASCAR-Netzen und Notausschalter ausgestattet sein. Bei jeder Veranstaltung findet eine technische Abnahme der Fahrzeuge statt.

Technisch handelt es sich aufgrund der Verkaufsverpflichtung um einfache Fahrzeuge (siehe auch Verkaufsverpflichtung). Ein beliebtes Modell für JOKKIS ist in Finnland zum Beispiel der Fiat 600. Bei Top-Fahrzeugen treffen hier ca. 180 PS Motorleistung auf 600 Kg Leergewicht, was in etwa mit dem Leistungsgewicht eines Nissan GT-R mit 549 PS vergleichbar ist.

Aufgrund der Kürze der Rennen wird beim Aufbau eines JOKKIS-Fahrzeuges vor allem Wert auf eine gute Beschleunigung gelegt.

Die einzelnen Rennen bilden keine Saison mit einer Punktewertung wie in anderen Rennserien (F1, DTM, etc.), sondern sind eigenständige Veranstaltungen. Auch die Finnische Meisterschaft wird in Form einer einzelnen Rennveranstaltung abgehalten.

Eine Rennveranstaltung besteht aus Vor- und Zwischenläufen sowie den Finals, die als Ausscheidungsläufe ausgetragen werden. Die Anzahl der Läufe für jeden Fahrer ist abhängig von der Anzahl der Teilnehmer an der Veranstaltung und von seinem Erfolg bei den Rennen.

Die einzelnen Rennen sind kurze Sprintrennen mit stehendem Start und einer Länge von drei bis vier Runden. Dadurch sind oft der Start und die Beschleunigung bis zur ersten Kurve ausschlaggebend für den Rennausgang.

Um die Chancengleichheit zu erhöhen, werden die Rennen in insgesamt acht unterschiedlichen Klassen ausgetragen. So gibt es eigenen Klassen für front- und heckangetriebene Fahrzeuge sowie für Jugendliche (15 – 18 Jahre), Frauen und Senioren.

Um die Chancengleichheit bei den Rennen zu gewährleisten und die Kosten in Grenzen zu halten, ist jeder Teilnehmer (auch der Sieger) dazu verpflichtet, sein Fahrzeug in einem Bieterverfahren anzubieten und gegebenenfalls auch zu verkaufen.

Der Preis für das „nackte Rennfahrzeug“ (ohne Sitz und Gurte) ist dabei aktuell auf 1.500 Euro festgelegt.

Die Käufer müssen über eine gültige nationale Lizenz des finnischen Automobilsportverbands AKK oder eine gültige internationale FIA- Lizenz verfügen.
Pro Rennveranstaltung darf nur ein Gebot pro Lizenzinhaber abgegeben werden. 

Im Bieterverfahren können Interessenten Kaufgebote für ein Fahrzeug machen. Um sein Fahrzeug zu behalten, kann der Fahrzeugbesitzer bis zu drei sogenannte “Schutzangebote” abgeben. Bei mehreren Geboten entscheidet das Los. 

Gewinnt ein Interessent das Bieterverfahren, ist der Besitzer verpflichtet, das Fahrzeug zu verkaufen. Weigert er sich, kann ihm deswegen die Rennlizenz entzogen werden. Gewinnt der Besitzer das Bieterverfahren, behält er sein Fahrzeug.

Idee der Verkaufsregel ist die Chancengleichheit aller Teilnehmer zu erhöhen. So soll das Risiko, ein Fahrzeug bereits nach der ersten Rennteilnahme verkaufen zu müssen, verhindern, dass Teilnehmer für viel Geld ein überlegenes Fahrzeug aufbauen und dann jedes Rennen gewinnen.

WEITER ZU DEN POLAR RACING RENNFORMATEN

RALLYCROSS

SOMMER & HERBST
JOKKIS Rallycross-Rennen sind Tourenwagenrennen auf Rallycross-Strecken, deren Belag zu ca. 40% aus Asphalt und zu 60% aus Schotter bestehen.
SPASSFAKTOR: EXTREM

EISRENNEN

WINTER & FRÜHJAHR
JOKKIS-Eisrennen sind Tourenwagenrennen auf Eis und Schnee. Die Fahrzeuge sind für den notwendigen Grip mit Rally-Spikes ausgestattet.
SPASSFAKTOR: ULTIMATIV

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Polar Racing Oy, Vihtorinkuja 1, 00750 Helsinki, Finnland, Reg.Nr. Y-2936092-3, Geschäftsführer Henri Kanerva